Die integrative Kraft des Immunsystems: Basis für die Immunabwehr

– mit einem Übungsbeispiel –

Angesichts der Corona-Erkrankung stellt sich die Frage nach dem Immunsystem und wie es bestmöglich gestärkt werden kann. Eigenartigerweise wurde der grundlegenden Bedeutung des Immunsystems für die Gesundheit – gerade bei Virus-Erkrankungen – in der nun seit mehr als einem Jahr bestehenden Corona-Krise kaum Beachtung geschenkt. Stattdessen wird einseitig die Corona-Impfung propagiert, wobei die verwendeten mRNA-Impfstoffe keine ausreichenden Prüfverfahren durchlaufen haben und weder ihre Wirksamkeit, noch langfristige Nebenwirkungen bekannt sind.

Das Immunsystem wehrt seit Jahrtausenden Virus-Infektionen ab

Virus-Erkrankungen begleiten die Menschen seit Tausenden von Jahren. Auch Corona-Viren sind in vielen verschiedenen Varianten seit Jahrzehnten bekannt. Das SARS-CoV-2-Virus ist eine weitere Variante davon. Viren mutieren regelmäßig, damit sie vom Immunsystem des Menschen nicht komplett vernichtet werden. So ist es ein normaler Vorgang, dass sich das Immunsystem immer wieder mit neuen Varianten von Viren oder auch ganz neuen Viren auseinandersetzen muss. Beim Corona-Virus bleibt dies in den meisten Fällen symptomlos. In manchen Fällen entstehen typische Grippesymptome wie Fieber, Husten, Geruchs- und Geschmacksverlust und Gliederschmerzen. In ganz wenigen Fällen, vor allem bei Personen mit chronischen Vorerkrankungen oder sehr betagten Menschen, kann es zu Komplikationen wie einer, möglicherweise auch tödlichen, Lungenentzündung kommen. Das Immunsystem lernt bei dieser Auseinandersetzung das Virus kennen und kann es beim Zweitkontakt, i.d.R. ganz ohne Symptome, schnell beseitigen. Auch Varianten und Mutationen eines Virus erkennt das Immunsystem leichter und kann diese ebenfalls schnell abwehren.

Das Immunsystem ist nicht nur ein Abwehrsystem, sondern auch ein Integrationssystem

Das Immunsystem wird heute allgemein als ein reines Abwehrsystem verstanden. Bei genauerem Blick lässt sich jedoch feststellen, dass vor der Abwehr eines Virus oder eines anderen eingedrungenen Fremdstoffes noch ein anderer ganz wesentlicher Prozess stattfindet. Dieser kann als integrierende Funktion des Immunsystems benannt werden.

Das Immunsystem kann nicht sofort mit Abwehr reagieren, wenn ein Stoff in den Organismus eindringt. Sonst würde es beispielsweise auch notwendige Nahrungsstoffe eliminieren. Es ist deshalb zunächst ein integrativer Schritt notwendig: der eingedrungene Stoff muss von den zuständigen Zellen des Immunsystems ausreichend wahrgenommen werden, um dann in der Folge als fremd, ungeeignet oder eigen, geeignet beurteilt werden zu können. Erst wenn sich herausgestellt hat, dass es sich um einen zu eliminierenden Fremdstoff handelt, wird die eigentliche Abwehr angestoßen. Schließlich werden Antikörper zur spezifischen Abwehr gebildet und im späteren Verlauf werden Gedächtniszellen gebildet, die die Erfahrung mit dem bekämpften Virus für die Zukunft aufspeichern. Es ist dies eine Art Bewusstseinsprozess, der unter der Schwelle des Bewusstseins automatisch vom Organismus ausgeführt wird.

Angst schwächt die integrative Kraft des Immunsystems

Nun ist im Zusammenhang mit der Corona-Erkrankung sehr auffällig, dass seit mehr als einem Jahr ein unglaublich starkes Klima der Angst verbreitet wird. Es jagt eine höchst emotional aufgeladene Alarmmeldung die andere. Sachliche Zusammenhänge mit konkreten Bezügen fehlen häufig. Die hiermit entstehende suggestive, hoch emotionale Stimmung erzeugt Angst und Panik. Auch die durch die Corona-Maßnahmen entstandenen wirtschaftlichen Schäden und Existenznöte, die Zerstörung des Soziallebens durch die Kontaktreduktion und Isolation fördern weitere Ängste.

Angst bewirkt eine Unruhe und ein Getriebensein. Der Atem wird flacher und schneller. Er fließt nicht mehr ruhig in die Tiefe. Mit der Angst geht die ruhige Übersicht und Wahrnehmung nach außen verloren, man ist mit sich selbst beschäftigt und ist wie auf sich selbst zurückgeworfen. Es erfolgen hektische Reaktionen, die sich bis zu einer blinden Abwehr gegenüber allem Fremden, Neuen oder Anderslautenden steigern können.

Die Fähigkeit, mit klaren Gedanken oder Fragestellungen auf eine Sache hinzuschauen und diese dadurch wirklich kennen zu lernen und in der Folge beurteilen zu können, wird mit der Angst sehr stark eingeschränkt. Stattdessen entsteht einerseits eine blinde Abwehr gegenüber allem, was man nicht kennt, und andererseits verbindet man sich bereitwillig mit allem, was man (vermeintlich) kennt. Eine wirkliche Beurteilungskraft über die Förderlichkeit einer Sache und die Fähigkeit, neue sinnvolle Erfahrungen zu integrieren, ist dabei kaum vorhanden.

Auf der stofflichen Ebene des Immunsystems sind ähnliche Fehlformen bekannt. Bei einer Allergie beispielsweise erfolgt eine Art blinde Immunabwehr in einer sehr überschießenden Reaktion auf einen Stoff, der nicht gefährlich ist, wie Blütenpollen, oder sogar zu integrieren wäre, wie z.B. ein Apfel. Bei einer Autoimmunerkrankung wehrt das Immunsystem auch in einer Art blinden Reaktion sogar körpereigene Zellen ab und zerstört diese. Bei der Krebserkrankung hingegen liegt das Gegenteil vor, hier werden die Tumorzellen nicht als zu eliminierende, schädigende Zellen erkannt und fälschlich wie gesunde Körperzellen behandelt, so dass keine Abwehr erfolgt.

Die integrative Kraft kann über das Bewusstsein gezielt gefördert werden

Aus der Psycho-Neuro-Immunologie ist bekannt, dass Stress, Angst und Panik eine sehr schwächende Wirkung auf die Immunabwehr haben. Der Zustand des Bewusstseins wirkt auf das Immunsystem: fehlt im Bewusstsein die integrative Kraft, so wird diese auch im Immunsystem geschwächt und somit schwächt sich in der Folge die Immunabwehr. Oder anders ausgedrückt: Stärkt man die integrative Kraft über das Bewusstsein, so wird dies auch die integrative Kraft des Immunsystems und die damit in Zusammenhang stehende Abwehrfunktion stärken.

Eine beinaktive Übung: „Das Lot im Atem“1

In der folgenden Bewegungs-Übung kann diese integrative Kraft, die über das Bewusstsein aufgebaut wird, kennen gelernt und trainiert werden.

Bei dieser Übung steht man aufrecht und führt in einem lebendigen Bewegungsspiel einmal das eine Bein, dann das andere Bein, dann ein Bein zusammen mit einem oder beiden Armen nach oben oder zur Seite hinaus.

Es kommt nun darauf an, das Bein nicht nur einfach irgendwie anzuheben, sondern dabei das Bein mit einer fein kontrahierenden Kraft an die Hüfte heranzuziehen. Gleichzeitig sollte das Bein so gut wie möglich durchgestreckt werden. Dies unterstützt rückwirkend wiederum die kontraktile Kraft. Der Oberkörper und die Arme sollten dabei so entspannt und gelöst wie möglich bleiben. Der Atem sollte ebenfalls möglichst frei und natürlich zugelassen werden.

Man erlebt hier ein Verhältnis von einem entspannten und gelösten Oberkörper zu den aktiv eingesetzten Beinen. Dies fördert eine Freiheit und Wachheit im Kopfbereich. Der Atem kann bis ganz in die Tiefe Richtung Beckenraum einströmen und entfaltet damit eine in der Tiefe sammelnde und zusammenziehende Qualität.

Vorübung zur etwas fortgeschritteneren Yogaübung „Beinstellung“
Bei der Beinstellung wird das Bein so weit wie möglich in die Vertikale hochgeführt.

In dieser Übung wird der Wille nicht einfach spontan eingesetzt, sondern der Wille wird quasi zunächst sogar aus dem Bein zurückgehalten, indem das Bein herangezogen wird zur Hüfte. In einer Art Gegenbewegung gleitet das Bein dann in die größtmögliche Streckung hinaus. Um dies zu bewerkstelligen, braucht es zunächst eine klare gedankliche Vorstellung zu der Bewegung. Der Wille wird nicht gleich blindlings eingesetzt, sondern zurückgehalten und gesammelt und zunächst wird die Sache, die Bewegung gedanklich erfasst und vorgestellt, so dass man diese auch wirklich kennt und weiß, wie sie funktioniert.

Man stürzt sich sozusagen nicht sofort in die Bewegung, sondern lernt sie erst durch Wahrnehmung und gedankliche Auseinandersetzung kennen, so wie auch das Immunsystem nicht auf gleich in die Abwehr geht, sondern zunächst in die Wahrnehmung zu einem eingedrungenen Stoff und diesen identifiziert und somit neue Erfahrungen und Kenntnisse über diesen integriert. Erst nach dieser integrativen Tätigkeit erfolgt die Aktion der Abwehr. So ist es auch bei dieser Übung: es wird die Bewegung zuerst einmal durch Wahrnehmung und gedankliche Vorstellung richtiggehend kennen gelernt und damit integriert und dann kann es auch zu einer erfolgreichen willentlichen Umsetzung kommen.

Vertiefende Wirkung der Übung auf den Atem und Förderung der integrativen Kraft

Interessant ist hierbei, wie sich die Praxis dieser Übung auf den Atem auswirkt. Gerade durch die aufgrund von Corona über Monate bestehenden Ängste und den Panikmodus wird, wie weiter oben schon erwähnt, das tiefe Durchatmen erschwert. Durch die Angst entsteht eine starke Fixierung im Atem. Der Atem wird damit unruhig und flach.

Bei dieser beinaktiven Übung mit dem kontraktilen Ansatz kann der Atem auf ganz natürliche Weise bis in die Tiefe des Beckenraumes hinunterströmen. Dieser Atemfluss kann wie ein Lot, das sich aufrichtet, erlebt werden. Davon leitet sich der Name dieser Übung ab. Mit der Vertiefung des Atems weichen Unruhezustände zurück und eine Ruhe bei gleichzeitiger Wachheit und Klarheit im Denken kann sich entwickeln. Man ist nun nicht mehr in einem unruhigen Getriebensein auf seinen Körper zurückfixiert, sondern es eröffnet sich ein ruhiges Empfinden, bei dem man einerseits eine ruhige Wahrnehmung zu seinem eigenen Körper aufbauen kann und sich mit diesem natürlich verbunden erlebt, und andererseits die vorgenommene Bewegung in eine kraftvolle Umsetzung bringen kann.

Man muss selbst aus bedrängenden Situationen mit seinem Bewusstsein nicht entfliehen, sondern kann darauf hinschauen, sie wahrnehmen, sich damit auseinandersetzen, ohne dass man in einen Aktionismus gerät. Man hält den Willen sogar erst einmal zurück und erst wenn man sich klar ist über die Situation, kommt die willentliche Umsetzung. Auf diese Weise wird eine integrative Kraft im Bewusstsein gefördert, die wiederum die Integrativkraft des Immunsystems und in der Folge die Abwehr stärkt.

Diese integrative Fähigkeit des ruhigen Hinschauens und Hinblickens auf eine Sache und der Auseinandersetzung mit dieser über einige Zeit, bevor man nach einer wohlüberlegten Entscheidung zur Handlung schreitet, kann in jeder Hinsicht im alltäglichen Leben angewendet werden. Beispielsweise entscheidet man sich in Bezug auf die Corona-Impfung nicht schnell dafür oder dagegen, sondern trifft erst nach einer sorgfältigen Auseinandersetzung und Abwägung der verschiedenen relevanten Aspekte eine Entscheidung, die dann zur Umsetzung kommt.2 Die Immunabwehr wird durch die Stärkung der integrativen Funktion auf entscheidende Weise unterstützt, unabhängig davon, ob man sich letztlich für oder gegen die Impfung entscheidet.

verfasst von: Rita Egger

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1Eine noch tiefergehende Beschreibung zu dieser Übung finden Sie in dem Buch von Heinz Grill: Der freie Atem und der Lichtseelenprozess, S. 75.

2Interessante Ausführungen hierzu sind z.B. zu finden im Video „Corona-Impfung aus geistiger Sicht“ mit Heinz Grill: https://www.youtube.com/watch?v=a1DrGIMDkyg und dem Artikel „Wie können Impfschäden durch Spiritualität verhindert werden?“: https://heinz-grill.de/impfung-gewissensfrage/.

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